22.12.2015 / Allgemein / /

Offener Brief der CVP Schwyz an den Gemeinderat zur Entwicklung des Zeughausareals

(Bote der Urschweiz, 11.12.2015)

Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident
Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte

Die CVP Ortspartei Schwyz hat sich an ihrer Generalversammlung vom 4. Dezember 2015 für den Kauf und die Entwicklung des Zeughausareals ausgesprochen und möchte so die nachhaltige Nutzung von wertvoller Gewerbefläche vorantreiben. Zum heutigen Zeitpunkt ist die Ortspartei gegen das geplante Bundesasylzentrum in Seewen.
Am 30. Oktober 2003 hat die CVP eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was wird aus dem Zeughausareal Seewen?“ durchgeführt. Als Ergebnis daraus wurde die Forderung platziert, das Areal durch Schwyz zu übernehmen. Über 12 Jahre endloser Diskussionen und Hin- und Herschieben von Verantwortung haben keine Nutzungslösung für das Zeughausareal in Seewen gebracht. Wertvolles Gewerbeareal zur Entwicklung von Schwyz liegt weiterhin brach. Zur Ansiedlung von Unternehmungen und damit von Arbeitsplätzen fordert die CVP Gemeinde Schwyz daher:

1. Im Sinne einer Zukunftsinvestition muss die Gemeinde Schwyz umgehend das Areal vom Bund käuflich übernehmen. Als Grundlage gilt der Landwert für öffentliche Zone.
2. Die Übernahme im Baurecht ist nur eine Scheinlösung und macht keinen Sinn.
3. Die Gemeinde muss die Nutzung des Zeughaus- und Bahnhofareals in ihrem Sinne rasch mit dem Instrument einer Masterplanung festlegen.
4. Die Gemeinde entwickelt zusammen mit geeigneten Investoren und Fachleuten die entsprechenden Bauprojekte und Vorhaben gemäss Masterplanung.

Die CVP anerkennt die Notwendigkeit weiterer Bundesasylzentren. Sollte ein solches in Seewen nicht zu verhindern sein, fordert die CVP von der Gemeinde:

1. Das Bundesasylzentrum darf nur geschaffen werden, wenn die Gemeinde im Gegenzug das Zeughausareal vom Bund günstig übernehmen kann.
2. Entsprechend der Anzahl Personen im Bundesasylzentrum ist die Übernahme von weiteren Asylanten durch die Gemeinde zu reduzieren.
3. Das angedachte Bundesasylzentrum in Seewen ist nur mit umfangreichen Sicherheits- und Begleitmassnahmen zu akzeptieren.
4. Das Bundesasylzentrum ist permanent zu bewachen und im Raum Seewen – Schwyz – Ibach ist mindestens eine permanente Polizeipatrouille einzusetzen.
5. Der Bewegungsraum der Zentrumsbewohner ist ausserhalb des Zentrums räumlich und zeitlich zu begrenzen.
6. Es sind geordnete Tagesstrukturen sowie geeignete Beschäftigungsmassnahmen zu schaffen.

Aus Sicht der CVP-Ortspartei ist der Zeitpunkt gekommen, dass der Gemeinderat die seit Jahren ungelöste Situation rund um das Zeughausareal in Seewen proaktiv und konsequent anpackt und endlich zu einem guten Ende für die Gemeinde Schwyz bringt. Der Vorstand der CVP-Ortspartei ist gerne bereit, bei einer offenen Gesprächsrunde mit dem Gemeinderat Schwyz gemeinsame Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

CVP Ortspartei Schwyz