12.09.2018 / Leserbrief / /

Bundesasylzentrum: Wird Schwyz für dumm verkauft?

Bekanntlich hat das SEM vor kurzem das Plangenehmigungsverfahren für den Bundesasylzentrum-Standort Seewen eingeleitet. Als unmittelbare Folge dieses Entscheides hat die Luzerner Regierung mitgeteilt, die laufenden Standortabklärungen im Kanton Luzern abzubrechen. Faktisch hat das SEM also, mit diesem unvermittelten und nicht mit den Kantonen abgesprochenen Verfahrensschritt, die laufenden Bemühungen in der Zentralschweiz für eine alternative Standortsuche hintertrieben. Es bestand die faire Abmachung, dass der Bund bis mindestens Ende 2018 stillhält, um den Zentralschweizer Kantonen Zeit für alternative Standort-Vorschläge zu geben.

Und das ist es eigentlich, was am meisten stört: Die eidgenössische Fairness wurde gebrochen. Vor allem deshalb ist auch absehbar, dass der Widerstand gegen das Bundesasylzentrum in Seewen weiteren Auftrieb erhalten wird. Regierung und Bevölkerung haben sich unmissverständlich geäussert: Der Standort Seewen als Bundes-Ausschaffungszentrum, mitten im zentralen Entwicklungsraum des inneren Kantonsteiles (Kantonaler Richtplan!), ist nicht akzeptierbar.